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Die
Wasserleite der Sarrasins
ist ins Reich der Legende abgedriftet. Man
erzählte und schrieb, dass diese Suon
von Mauren errichtet worden sei, die im
Laufe des 10. Jahrhunderts das alpine Tal
hochgestiegen seien und den Wallisern ihr
Wissen über die Bewässerung vermittelt hätten
– offensichtlich eine höchst
unwahrscheinliche Hypothese.
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Der
Historiker Stelling-Michaud
nimmt an, dass der Bau der Sarrasins-Wasserleite,
die das Plateau von Brie bewässert, im
14. und 15. Jahrhundert in Angriff
genommen wurde. Seine Ansicht scheint
durch die dendochronoligische
Analyse (Jahrringe) eines Lärchenholzbalkens
erhärtet zu werden. Damit weiss man zwar
immer noch nicht, ob dieser um 1415 herum
gefällte Baum direkt zu einem Balken
verarbeitet wurde oder vorher schon andern
Zwecken gedient hatte. Wann genau diese Suon
gebaut wurde, bleibt also eine offene
Frage..
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Man
kennt auch die Gründe nicht genau, die
zur vorzeitigen Stillegung
der Suon führten.
Es scheint, dass der Entschluss dazu 1832
nach einem Unglück gefasst wurde, bei dem
viele Bewohner von Vercorin das Leben
verloren hatten.
Das
Restaurationsprojekt der Wasserleite der Sarrasins
keimte langsam in den Gedanken von Stephan
Albasini.
Dieses ausserordentliche Kulturerbe
verdiente es, aus der Vergangenheit
aufzuerstehen und wieder zur Geltung
gebracht zu werden. Mehrere Monate Arbeit
waren notwendig um sie wieder zu Fuss zugänglich
zu machen und ihren Besuch zu erlauben.
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Auf
Entdeckung des Kulturerbes
Die
Suon der Sarrasin
ist ein wunderschönes Ausflugsziel,
das ihnen erlauben wird, ein
sinnbildliches Stück der
Wallisergeschichte besser kennen zu lernen:
der tägliche Kampf um die
Wasserversorgung der Landwirtschaft.
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Im
Verlaufe der Wanderung entdecken Sie
nacheinander drei verschiedene Bauwerke
aus deutlich verschiedenen Zeitaltern :
die Suon der Sarrasins,
die von Briey
und die des Riccard.
Das ist die Rundwanderung der 3
Wasserleiten! Die Suon
der Sarrasins
ist ein prächtiges Beispiel technischer Kühnheit.
In die Felsen gemeisselt, überquert sie
auf ihrer Strecke zweimal schwindelerregende
Felskippen. Sie werden das bemerkenswerte
Können der Erbauer entdecken, wenn man
bedenkt welche notdürtfigen
Mittel ihnen zu der Zeit zur Verfügung
standen.
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Ihr
Weg führt Sie weiter durch den Wald bis
zur Brücke von Niouc,
wo Sie ein anderes Beispiel von
Einfallsreichtum entdecken werden. Die Hängebrücke
von Niouc,
erbaut im Jahre 1922, ist eine
Wasserleitung von 220m Länge und überquert
die Schlucht der Navisence.
Sie dient der Wasserversorgung der Suon
von Briey,
welche das gleichnamige Plateau bewässert.
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Dort
erwarten Sie noch andere Ueberraschnungen
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Fürs
erste werden Sie die Schlucht der Navisence
mit einer Tyrolina
überqueren, welche höher hängt als die
Brücke.
Dann
folgt ein schwindelerregender
Abstieg von der Brücke aus in das Bett
der Navisence.
Sie werden an einem Seil 190m
hinuntergelassen. Von da aus betreten Sie
die Wasserleite des Riccard
bis zur Anhöhe von Chalais.
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Praktische
Informationen
Wenn
die meteorologischen Bedingungen es
erlauben, kann die Rundwanderung
der 3 Wasserleiten das ganze Jahr
durchgeführt werden. Die ideale Zeit
liegt zwischen April und Ende November.
Die Reservierung ist obligatorisch
und die Teilnehmerzahl muss mindestens 3
Personen sein .
Kinder sind ab 8 Jahren zugelassen. Das
Material (Helme, Gurtausrüstung usw.)
werden von Stephan Albasini
zur Verfügung gestellt.
Der Preis für den Abstieg von Vercorin
nach Chalais
beträgt CHF 60.- für Kinder bis zum erfüllten
16. Lebensjahr und CHF 120.- für
Erwachsene. Inbegriffen sind :
Aufstieg mit der Luftseilbahn von Chalais
nach Vercorin,
Begleitung eines Führers, die Ausleihung
des Materials, das Ueberqueren der
Spinnenbrücke mit der Tyrolina und das
Abseilen bis zur Navisence..
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Familienrabatt:
Ab 4 Personen,
1 Gratis.
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Gruppenrabatt:
Je nach Teilnehmerzahl.
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